Hypothek

Was ist eine Hypothek?

Die Hypothek findet eine ausführliche Regelung in den §§ 1113 - 1190 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). § 1113 BGB beschreibt den Inhalt der Hypothek wie folgt:

"(1) Ein Grundstück kann in der Weise belastet werden, dass an denjenigen, zu dessen Gunsten die Belastung erfolgt, eine bestimmte Geldsumme zur Befriedigung wegen einer ihm zustehenden Forderung aus dem Grundstück zu zahlen ist (Hypothek).
(2) Die Hypothek kann auch für eine künftige oder eine bedingte Forderung bestellt werden.“

(Fettdruck hinzugefügt)

Die Befriedigung aus dem Grundstück erfolgt "wegen einer" dem Gläubiger "zustehenden Forderung". Die Hypothek setzt also eine dem Gläubiger zustehende Forderung voraus. Sie wurde vom Gesetzgeber somit als Kreditsicherungsmittel konzipiert. Als Kreditsicherungsmittel wurde sie jedoch von der sogen. Sicherungsgrundschuld verdrängt.

Der Gläubiger befriedigt sich aus der Hypothek durch Zwangsvollstreckung wie § 1147 BGB zeigt, der bestimmt:

"Die Befriedigung des Gläubigers aus dem Grundstück und den Gegenständen, auf die sich die Hypothek erstreckt, erfolgt im Wege der Zwangsvollstreckung."

Allerdings ist der Eigentümer berechtigt, den Gläubiger zu befriedigen. Dies folgt aus § 1142 BGB:

"(1) Der Eigentümer ist berechtigt, den Gläubiger zu befriedigen, wenn die Forderung ihm gegenüber fällig geworden oder wenn der persönliche Schuldner zur Leistung berechtigt ist.
(2) Die Befriedigung kann auch durch Hinterlegung oder durch Aufrechnung erfolgen."

 

 

 

 

 

Recht der
Sicherungsgrundschuld

Recht der Sicherungsgrundschuld

von
Dr. Clemens Clemente, Rechtsanwalt,

4. neu bearb. Aufl., 2008,
RWS Verlag GmbH, Köln,

512 Seiten, geb., 69,00 €
ISBN 978-3-8145-8129-3

Aus der Fachpresse:*

„ Es macht die komplizierte Materie verständlich, ohne das zu vereinfachen, was seinem Gegenstand nach schwierig ist. “

* Notar
Dr. Dieckmann in: BWNotZ 2/2009

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